Veranstaltung

29. Mrz 2019

4. BDA-Hochschultag 2019

Welche Chancen bietet der Master? Zu Struktur, Inhalt und Methodik des Master-Studiums

Till Budde
Till Budde

Eindringlich wird der Master als wesentlicher Bestandteil des Architekturstudiums vom Berufsstand wie von den Hochschulen immer wieder gefordert – erst mit dem Master erreichen die Absolventen eine umfassende Ausbildung zum Architekten. Doch welche fachlichen Inhalte und welche Fähigkeiten und Kompetenzen sollten im Masterstudium erworben werden? Welche Chancen eröffnet hier der Master?

Denkbar für eine inhaltliche Auseinandersetzung über diese Frage ist eine Struktur, die vier Lehrziele benennt: Erstes und wesentliches Ziel des Masters ist es, die Grundlagenlehre der Architektur weiter zu vertiefen und zu differenzieren. Darüber hinaus sind ebenso soziale Kompetenzen und das kritische Reflexionsvermögen darüber, was Architektur als gesellschaftliches Moment leisten kann und muss, weiter zu schulen. Als dritter Bereich kommen ein verstärktes forschendes Lernen und eine Vertiefung der künstlerischen und theoretischen Tätigkeit hinzu. Der vierte Bereich richtet den Blick auf ein sich dynamisch wandelndes Berufsfeld, für das der Master eine methodische Kompetenz vermitteln sollte, um Architekten zur eigenständigen Aneignung neuen Wissens und neuer Qualifikationen zu befähigen sowie zum kreativen Weiterdenken sich heute stellender Aufgaben. Hierzu zählen beispielsweise Fragen des Klima- und Ressourcenschutzes im Zusammenhang mit gesellschaftlichen Veränderungen, die strukturell neue Antworten von Architektur und Stadt und das Erkennen perspektivischer Handlungsräume für Architekten verlangen.

Damit stellen sich zu Struktur, Inhalt und Methodik des Master-Studiums unter anderem folgende Fragen: Wie setzt sich ein dafür geeignetes Curriculum zusammen, das neben fachlichen auch soziale und methodische Kompetenzen vermittelt? Wie kann der Leistungsgedanken im Sinne des Wettbewerbs um die besten Ideen in Architektur und Städtebau im Studium gestärkt werden? Wie ist der Anwendungsbezug in das Hochschulstudium zu integrieren und welche Rolle kommt den Architekturbüros im weiteren Ausbildungsprozess nach dem Studium zu? Und welche Inhalte können innerhalb eines zum Beruf qualifizierenden Masterstudiums vermittelt werden, um die Studierenden nicht zu überfrachten und die notwendigen Freiräume für eine individuellere Studiengestaltung und persönliche Vertiefungen zu wahren?

Der BDA-Hochschultag der Architektur 2019 fragt nach Inhalten und strukturellem Aufbau des Masters, um Architektur als Einheit aus strukturellem Denken und Kreativität, aus fachlichem Wissen und wissenschaftlicher Methodik, aus sozialer Verantwortung und künstlerischer Tätigkeit zu lehren.
Studierende, Hochschullehrer, wissenschaftliche Mitarbeiter und Architekten sind herzlich zu einem kritischen Dialog über eine zukunftsorientierte Ausbildung eingeladen.

Ort

Deutsches Architektur Zentrum DAZ
Wilhelmine-Gemberg-Weg 6
10179 Berlin
http://www.bda-bund.de
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